Spannende Debatten beim Schulentscheid „Jugend debattiert“

„Demokratisch ist es, dem anderen zuzuhören, seine Meinung zu erwägen, das, was einem selbst einleuchtet, zu akzeptieren und gegen das übrige, unter ständiger Wahrung des Respektes vor der Person des anderen, seine Gegenargumente hervorzubringen.“ Dieses Zitat von Walter Scheel zeigt den Kerngedanken des deutschen Debattierwettbewerbs „Jugend debattiert“ sehr genau auf.

Am Mittwoch, dem 17.02.2020, fand der Schulentscheid dieses Wettbewerbs, den Lehrerin Tanja Theis organisierte, an der Gesamtschule Edertal statt. Alle Debattanten, Juroren und Zuschauer erlebten spannende Diskussionen zu dem besonders aktuellen Thema der IGS: „Sollten an unserer Schule Grund- und Erweiterungskurse in A-/B-/C-Kurse umgewandelt werden?“

In den Debatten gelten strenge Regeln. Jeweils vier Debattanten debattieren zu einem Thema, dabei muss eine deutlich Pro, beziehungsweise Contra-Haltung eingenommen werden. Jeweils zwei Debattanten sind für und zwei gegen eine These positioniert. Jeder Redner hat ein begrenztes Zeitlimit. Eine Jury bewertet die Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft der einzelnen Teilnehmer.

In der ersten Runde traten vier Schülerinnen und Schüler der achten und neunten Klassen gegeneinander an. Die Pro-Argumente stellten Julietta Dering (8d) und Tim Homburg (8a) dar. Lara Kraft (8b) und Finn Maurer (9c) vertraten die Contra-Haltung.

In der zweiten Runde argumentierten Simon Lübcke (8d) und Kevin Horn (10c) für die Umwandlung der Kurse in A-/B-/C-Kurse. Für die Einteilung in Grund- und Erweiterungskursen sprachen sich Nina Fries (8a) und Robin Heck (8c) aus.

Für alle acht Schüler gab es viel Lob und Anerkennung von der Jury. Und den einen oder anderen Ratschlag, was fehlte oder welche Fähigkeit noch ausgebaut werden könnte.
Die Juroren kamen schließlich zu einer Entscheidung und kürten Robin Heck, Finn Maurer und Lara Kraft zu den Schulsiegern der IGS Edertal. Sie haben die Gesamtschule beim Regionalentscheid in Bad Wildungen vertreten und belegten den 5. und 6. Platz.

Jugend debattiert ist ein bundesweit ausgerichteter Schülerwettbewerb. Der Wettbewerb wird von der gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung, der Stiftung Mercator und der Heinz Nixdorf Stiftung auf Initiative und unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten durchgeführt. Mit einem Etat von rund 15 Millionen Euro seit dem bundesweiten Start 2002 ist „Jugend debattiert“ das größte privat-öffentlich finanzierte Projekt zur sprachlichen und politischen Bildung in Deutschland.


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